Über die Jahre konnten wir einige Themen tiefer erforschen, die aus unserer Sicht entscheidend sind für die aktive Gestaltung unseres Lebens und für das berufliche Wirken in leitender Position. Diese Erkenntnisse sind bisher nur teilweise in unsere Führungskräfteseminare eingeflossen, weil sie uns nur in vorsichtiger Form zumutbar erschienen. Mittlerweile sind die Konzeptionen so gut geprüft und praktisch erprobt, dass wir sie offen gegenüber ganzheitlich denkenden Führungskräften darstellen möchten.
In Form von Vorträgen, Dialogen und Übungen werden Aspekte des Seins thematisiert, die die Schönheit und Größe des Menschen deutlicher werden lassen und uns bewusst machen, welche Verantwortung und welche tiefen Wirkungsmöglichkeiten im ganzheitlichen Führen liegen.
Ein wesentlicher Fokus des Seminars liegt in der Erkenntnis der beiden Ich-Qualitäten, dem personalen Selbst und dem alltäglichen Ich, mit dem wir in der Gesellschaft agieren. Aus dem Selbst kommen die Kräfte und Ideen, die unser Leben und Wirken gelingen lassen. Das Ich ist zwar der Erfüllungsgehilfe dieser tieferen Intentionen, darf aber nicht das Oberkommando über das Selbst führen, sonst werden wir unglücklich und brennen aus.
Ein weiterer Fokus liegt auf der bewussten Arbeit an der eigenen Biographie. In der anschaulichen Reflexion der Biographie werden Gesetzmäßigkeiten und Ressourcen sichtbar, die eine unbewusste Führung durch unser tieferes Selbst andeuten. Diese Ressourcen können wir auch bewusst ergreifen und aktiv in unsere Zukunftsgestaltung einfließen lassen. Die Wertschätzung und Würdigung jedes einzelnen individuellen Lebenslaufes stärkt und lässt den Respekt vor der menschlichen Existenz insgesamt wachsen.
Die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kunstwerken (R.M.Rilke, Keith Jarrett, John Cage, Joseph Beuys usw.) lässt uns den schöpferischen Prozess verstehen, zu dem wir fähig sind, wenn wir die Gesetzmäßigkeiten des schöpferischen Handelns in unser Bewusstsein bekommen. Gerade gegenüber komplexen beruflichen Herausforderungen sollten wir in diese schöpferische Haltung finden, um uns selbst von den Möglichkeiten überraschen zu lassen, die sich daraus ergeben.
Natürlich wird als weiterer Fokus das Führen selbst grundlegend thematisiert, wobei wir die Ressourcen des Selbst, der Biographie und der Kunst mitnehmen können in die Bereiche des „Transformational Leadership“, wo es um ein neues Verstehen des menschlichen Charismas geht, ohne in einen Heldenkult und Narzissmus zu verfallen.
Das Seminar wird neben Herbert Salzmann von Erika Salzmann begleitet, die als existenzanalytische Psychotherapeutin und langjährige Biographieberaterin wertvolle Kapazitäten in die gemeinsamen Prozesse einbringen wird.
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