Professionelle Führung, als Handwerk verstanden, sorgt für ein gutes Verhältnis zwischen den Leistungen der Mitarbeiter einerseits und den Gegenleistungen des Betriebes andererseits. Dieses „transaktionale Führen“, so die Forschungen von Bernard Bass, ermöglicht gute Leistungsergebnisse, gilt aber zu Unrecht als der Weisheit letzter Schluss. Zu eindeutig besseren Leistungsergebnissen kommt es nämlich dort, wo „transformational“ geführt wird, und zwar in Wirtschaftsbetrieben genauso wie in Bildungseinrictungen oder im Verwaltungs- und Sozialbereich. Dabei geht es weniger um die Transaktion von Leistung und Belohnung, sondern um die Transformation der Einstellungen bei Mitarbeitern im Umfeld einer Führungskraft.
Transformationale Führungskräfte haben unterschiedliche Stärken in den folgenden vier Grundkompetenzen: Erstens wirken sie durch ihre Persönlichkeit (idealized influence), zweitens wissen sie durch Botschaften und Bilder zu begeistern (inspirational motivation), drittens können sie ihre Mitarbeiter herausfordern und zugleich unterstützen (intellectual stimulation) und viertens nehmen sie ihre Gegenübers als Individuen wahr und sorgen für Erfolgserlebnisse (individual consideration).
Über die individuellen Fähigkeiten hinaus sollte auch das organisationale Umfeld gestaltet werden, damit transformationales Führen seine Wirkungen entfalten kann. Idealerweise kann in einem Bereich, oder besser in der gesamten Organisation eine Kultur der schöpferischen Freiheit entwickelt werden, in der gesamtverantwortliche Menschen in einen offenen kritischen Diskurs treten und sich dadurch gegenseitig anspornen, inspirieren und korrigieren. Auch dafür werden Erfahrungen aus Betrieben aufgezeigt und erste praktische Ansätze für die Organisationen der Teilnehmerinnen entwickelt.
Einige Themen des Seminars:
- Licht- und Schattenseiten des Charismas
- Einfluss und Verbindlichkeit durch geistige Präsenz
- Moralische Autorität und neue Ethik
- Die Macht der inneren Bilder
- Dimensionen des Gruppen-Dialogs: Authentiziät und Emergenz
- Selbstverantwortung, Entwicklung und gegenseitige Kontrolle im Team
- Stufen der gegenseitigen Wertschätzung: Gemeinsamkeit, Leistung, Person
- Beziehungen mit hohem Commitment gestalten
- Stufen der Konfrontation: Forderung, Vereinbarung, Freier Diskurs
- Der schöpferische Mensch und die Freiheit
Weitere Informationen:
salzmann@inspiring-management.com